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Haus und Garten Paepke Sanierung seit 2011

Mit Blick auf den 40. Todestag Matterns am 17. November startete nach vorausgegangener dreijähriger Planungsphase im September 2011 die Sanierung des "Hauses Paepke".

Auch die Garage sollte im Zuge der Arbeiten am Wohnhaus instandgesetzt und nicht zuletzt das ursprüngliche Gartenbild wiederhergestellt werden.

Aufgabe des Architekten war es, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes sowie unter Anwendung der anerkannten Regeln der Technik, Schäden an den Gebäuden beseitigen und dringend anstehende Reparaturen fach- und denkmalgerecht durchführen zu lassen, um deren Substanz langfristig zu sichern. Hierfür verlangte er ein Honorar in Höhe von knapp 30.000 Euro.

Der durch den Architekten aufgestellte Bauzeitenplan sah einen Abschluss der Maßnahmen sowie die Bezugsfertigkeit des Hauses für Sommer 2012 vor.
Hierauf verließen sich Eigentümer- und Denkmalseite.

Bereits kurz nach Beginn der Sanierung zeigte sich jedoch, dass der beauftragte Architekt trotz der erwähnten dreijährigen Vorlaufzeit mangelhaft geplant hatte. In der Folge kam es zu massiven Verzögerungen im Bauablauf und einer enormen Kostensteigerung in Höhe von fast fünfzig Prozent.

Bei einem Ortstermin mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Frühjahr 2013 kritisierte die zuständige Projektarchitektin diese Verzögerungen. Zudem entdeckte sie gravierende Baumängel bei nahezu allen Gewerken, die zum Teil auf Ausführungsfehler seitens der beauftragten Firmen, insbesondere aber auf grobe Planungsfehler des Architekten, mangelhafte Bauleitung und unzureichende Überwachung der Arbeiten durch ihn zurückzuführen waren. Dies bestätigen zwischenzeitlich mehrere unabhängige Gutachten.

Eine Bauruine hinterlassend, stieg der Architekt noch am selben Tag aus dem Projekt aus.
Vom zu diesem Zeitpunkt bereits in voller Höhe gezahlten Architektenhonorar konnten schlussendlich leider nur 4.000 Euro zurückerlangt werden. Die gerichtlich angeordnete Herausgabe wichtiger Unterlagen, insbesondere des Bautagebuches, wird bis heute verweigert.

Um das durch die fehlerhafte Sanierung stark geschädigte Denkmal zu retten, wurden die meisten der Mängel in den vergangenen Jahren auf eigene Kosten und in mühsamer, aufwendiger Arbeit beseitigt sowie die denkmalgerechte Instandsetzung der Innenräume weitgehend abgeschlossen und Notsicherungsmaßnahmen gegen eindringende Feuchtigkeit und weitere Baumängel ergriffen.

Die schwerwiegendsten Planungs- und Ausführungsfehler an Dach und Fassade und die daraus resultierenden Folgeschäden am Gebäude, deren Behebung gemäß Sachverständigengutachten jeweils mehrere Zehntausend Euro kosten wird, beschäftigen hingegen noch immer die Gerichte und werden, zumal die Gegenseite eine Aufarbeitung der Sache massiv erschwert und immer wieder verzögert, wohl leider auch noch eine Weile zu "bewundern" sein.

Der durch den Architekten sowie einige unseriöse Firmen verursachte Gesamtschaden liegt zwischenzeitlich im unteren sechsstelligen Bereich, rechnet man zu den Mangelbeseitigungskosten den Nutzungsausfall und daraus resultierende Mietkosten sowie die bislang entstandenen Anwalts-, Gutachter- und Gerichtskosten mit hinzu.
Von den tausenden Stunden Eigenleistung und dem enormen Verlust an Lebensqualität sowie damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen und Schäden ganz zu schweigen.

Wer sich für Namen und Details interessiert und wissen möchte, welche gravierenden Baumängel und enormen Mehr- und Folgekosten durch fehlerhafte Planung und Ausführung der Sanierung entstanden sind und wie übel man Denkmalpflege und Eigentümer von Verursacherseite seit nunmehr über neun Jahren mitspielt, der möge vorbeikommen und einen Blick in den einen oder anderen der mittlerweile fast zwei Dutzend prall gefüllten Aktenordner werfen, um sich selbst ein Bild und eine Meinung in der Sache zu machen.

Auch wenn es wirklich sehens- und lesenswert ist, insbesondere für diejenigen, die selbst eine Sanierung der eigenen Immobilie planen oder Renovierungsarbeiten in Auftrag geben wollen, was vermeintliche Fachleute (Dipl.-Ing. Architekten) und scheinbar renommierte Handwerksbetriebe alles falsch machen können, vor allem aber wie schäbig sie reagieren, wenn man ihnen ihre Fehler durch unabhängige Gutachter nachweist, sei erwähnt: Es gibt auch Firmen, Betriebe und Einzelpersonen, die, was Planung und Ausführung angeht, erstklassige, denkmalgerechte, fachlich einwandfreie und ehrliche Arbeit am "Haus Paepke" gemacht haben respektive machen und die, im Gegensatz zu manchem Mitbewerber, den man besser meiden sollte, uneingeschränkt weiterempfohlen werden können.
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